Begegnungen realer oder virtueller Art.
Berlin ist eine faszinierende Stadt! Sie ist immer wieder von neuem zu entdecken.
Eine grosse fotografische Baustelle war AURAMA. Ich beschäftigte mich vor etlichen
Jahren intensiv mit verschiedenen Formen der Perspektive. Es entstand unter anderem eine
umfangreiche Fotoserie von Spiegelbildern. Flexible Spiegel erzeugten so eine bedeutende
Erweiterung des bildmässigen Horizonts und somit der Perspektive.
Obschon diese neu gewonnene Perspektive faszinierend war, stiess ich damit bald an eine Grenze.
Nicht von der Bildaussage her, sondern vom Ansatzpunkt.
Es entstand die Idee, Personen zu fotografieren, so dass sie von allen Seiten gleichzeitig zu sehen sind.
Ich gab diesen Fotografien den Namen AURAMA, eine Wortbildung von Aura und Panorama.
Stellen sie sich dazu folgendes vor:
Sie sind umgeben von einer Gruppe von Menschen. Wenn sie sich umdrehen, sehen
sie diese Personen wie ein Panorama. Wie werden sie aber von diesen Menschen
gesehen? Nicht von jeder Person einzeln, sondern von allen Personen zusammen!
Mehr sehen oder erfassen als man normalerweise sieht, ist ein vielfältiger Wunsch. Möglichkeiten dazu gibt es viele.
Sei es durch rein technische Hilfsmittel oder durch geistige Arbeit in Meditationen.
Davon ausgehend entwickelten sich folgende Fragen:
- Wie stehe ich in der Welt – Wie steht die Welt zu mir?
- Wie sieht mich die Welt – Wie werde ich von der Welt gesehen?
- Wie sehen mich die Personen um mich herum – nicht einzeln, sondern gemeinsam?
- Wie sieht die Peripherie das Zentrum – Gibt es eine Inversion der Perspektive?
Diese Bilder sind 1993 entstanden und wurden in der Galerie
Christine Brügger in Bern ausgestellt. Sie sind nicht etwa durch
irgendwelche Manipulationen am Computer mit Photoshop oder ähnlichen Programmen gemacht oder bearbeitet. Alle
Aufnahmen entsprechen einer einstigen realen Situation und sind so auf den Negativ-Filmen.
Was ist wirklich Wirklich? Braucht es die Wirklichkeit überhaupt?
Es könnte ja alles einfach nur Energie sein…
Eine Frage, die mich wirklich beschäftigt!
Mind The Gap
Bilder zwischen Hier und Jetzt.
Und was ist dazwischen? Was hat da alles Platz? Wie lange dauert es zwischen Hier und Jetzt?
Alles Fragen, auf die Bilder eine bessere Antwort geben...
Dem Leben zuschauen...
Unterwegs sind wir immer wieder. Mal schnell und hastig, mal langsamer,
besinnlicher, empfänglich für viele Eindrücke.
Auf dem ersten Bild sehen Sie ein echtes Berner Tram. Ein Bern Mobil.
Blitzschnell und in Windeseile hastig unter dem Baldachin am Bahnhofplatz vorbeirasend.
Und da soll einer noch sagen, die Berner seien langsam!
Die Hand. Ein Werkzeug der ganz besonderen Art. Einfach das Beste!
Am Anfang war das Spiel.
War es ein Spiel?
Wer hat da was gespielt?
War es nur Einbildung?
Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer?
Ist es überhaupt ein Spiel gewesen oder spielt es immer noch?
Das Spiel ist offen! Spiele mit!
Besonders spannend sind für mich zusammengesetzte Bilder, Bild-Kompositionen,
Bilder, welche aus verschiedenen anderen Bildern zusammengesetzt sind.
Hier drängen sich die modernen Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung geradezu auf.
Fotografische Gedanken zum Zeitgeschehen
Besonders interessieren mich gesellschaftskritische und ökologische Themen, stark inspiriert von meiner beruflichen
Tätigkeit als Software-Entwickler (hier ein Beispiel meiner
Projekte).
Vor etwa 100 Jahren begann der Aufstieg des Schweizerischen Finanzplatzes.
Der Erfolg ist zu einem grossen Teil dem Bankgeheimnis zu verdanken.
Es bot Schutz vor der Willkür von Staaten. Leider wurde es von „gewissen Kreisen“
missbraucht. Lange Zeit konnte es gegenüber Angriffen trotzdem verteidigt werden.
Mit der Finanzkrise Anfang 2009 überstürzten sich aber die Ereignisse.
Dies bedeutete das faktische Ende des Bankgeheimnisses.
Nun wäre der Platz frei für eine neue Finanzordnung…
nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit!
Insbesondere die Turbulenzen um das schweizerische Bankgeheimnis und die UBS inklusive den
parlamentarischen Debatten im Bundeshaus gaben mir den Anlass, dieses Wirrwarr fotografisch
umzusetzen. Es entstand Mitte 2009 die Serie „Requiem für ein Geheimnis“.
Ein Jahr später inspirierten mich die Debatten in den eidgenössischen Räten und dem entsprechenden Lobbying
zu einem weiteren Bild. Der „Der verzweifelte Versuch einer Rettung“ entstand.
September 2011: ist die Sache noch immer nicht ausgestanden!
Aus der Vergangenheit haben einige Geldinstitute anscheinend nichts gelernt.
Die USA setzten die schweizer Banken unter massiven Druck!
Somit mussten noch zwei weitere Bilder folgen…
April 2012: Jetzt geht's wohl ums Eingemachte... kommt die Entscheidung? Ich überlege mir weitere Bilder!
Lichter und Lichterscheinungen. Festgehalten, angepasst, umgesetzt und verändert.
Meine Portraits zeigen Personen. Allerdings nicht immer in ihrer ursprünglichen Umgebung.
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Versus 10.7.3