Fotografie zwischen Realität und Fiktion

Mit einer Kamera können wir Abbilder der Realität auf einfachste Weise herstellen. Wir haben damit ein Stück Wahrheit in Sicherheit, ein Dokument der Zeitgeschichte. Schön…

Aber ist es wirklich so? Entspricht unser Dokument der „Wahrheit“? Sicher erzählt uns das Bild eine Geschichte, etwas, was einmal wirklich geschah oder existiert hat.

Aber entspricht das der Wahrheit? Vielleicht. Zweifel sind angebracht. Nicht nur weil das Bild manipuliert sein könnte. Selbst wenn es in demselben Zustand ist, wie es die Kamera einst digital oder auf Film gespeichert hat ist dies fraglich.

Unserem Bild, dem „Abbild der Realität“ fehlt einiges um es zum unfehlbaren Zeitzeugen werden zu lassen! Was geschah dann zu dem Zeitpunkt als das Bild entstanden ist? Was war daneben? Was hinter der Kamera? Das müsste doch in einem „unfehlbaren“ Dokument enthalten sein. Selbst dann, wenn wir auf weiteren Aufnahmen dies auch noch festgehalten haben, sind wir vom Abbild der Realität weit entfernt. Es fehlt noch vieles, z.B. Gerüche, Stimmungen und Gefühle…

Selbst ein fototechnisch unmanipuliertes Bild ist von der Wahrheit weit entfernt!